Vom Gymnasium zur Weltfrauenkonferenz in Peking – Zwei Absolventinnen im Gespräch

von BG/BORG St. Johann/T.
02. April 2025

Beim Betreten der Alten Gerberei vergangenen Mittwoch merkte man gleich, dass die gemeinsame Schulzeit verbindet. Überall wurden gemeinsame Erinnerungen erzählt, über ehemalige Lehrpersonen diskutiert und die aktuellen Lebenssituationen ausgetauscht. Auch Irmgard Kirchner stieg ins Gespräch mit einer Erinnerung ein, bewunderte sie doch ihre Gsprächspartnerin Irene Giner-Reichl im Freifach Bodenturnen. Erst Jahre später sollten sich die beiden wieder begegnen: auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking.

Irene Giner-Reichl sprach mit ihrer nun langjährigen Freundin u.a. über deren Arbeit als Journalistin und Konfliktmediatorin und vor allem über deren Buch „Fang einfach an! Wie mir meine Freundin den Buddhismus erklärt“. So gingen sie etwa der Frage nach, inwieweit Medidation auch für junge Menschen relevant sein sollte. Für Imgard Kirchner stünden diese aktuell unter großem Druck, müssten beispielsweise schon sechs Praktika absolviert haben, um sich überhaupt irgendwo zu bewerben. Doch gerade heute bräuchte es das Innehalten, um freie Geister für die Herausforderungen der Gegenwart zu schaffen.  

Die Gesprächspartnerinnen vermittelten allen Anwesenden das Gefühl, dass man vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen nicht onmächtig erstarren muss, sondern tatsächlich jede*r von uns in sich selbst Lösungsansätze entdecken kann, um damit umzugehen.

Das persönliche und kurzweilige Gespräch wurde von einer Fragerunde abgeschlossen. Viele hätten aber wohl vor allem den Erfahrungsberichten aus den verschiedenen beruflichen und globalen Arbeitsfeldern noch gerne länger gelauscht. Moderiert wurde der Abend von Nadine Nemilsek und Tim Herbert, Schüler*innen des Unterrichtsfachs Präsentation, Kommunikation und Medien am Gymnasium St. Johann i.T.